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Grußendorfs Lessingbund

Mit dieser Aufführung zeigte sich das Theater Zeitraum Braunschweig mal ganz anders. Wir spielten zu viert in wechselnden Kostümen etwa vierzig Figuren der Zeitgeschichte: Dichter und Sängerinnen, Schauspieler und Zuschauerinnen, Kritiker und Zeitungsleser. Warum?

Mitten im ersten Weltkrieg hielt Dr. Hermann Grußendorf, ein 25jähriger Journalist, Regisseur und Dramaturg am Hoftheater Braunschweig, einen Vortrag mit dem Titel "Zur Förderung des geistigen Lebens in Braunschweig". Er regte die Gründung eines Vereins an, der zeitgenössische Dichter, Musiker, Wissenschaftler und Bildende Künstler nach Braunschweig holen sollte, um das Verständnis für den Expressionismus zu wecken und eine Brücke zu bilden zur traditionellen Kunst.

Die Aufführung lässt die Veranstaltungen des Vereins Revue passieren in Schauspiel- und Gesangsszenen, Musik und Tanz. Schriftsteller wie Carl Hauptmann und Heinrich Mann kamen nach Braunschweig, Kompositionen von Herzogin Sophie Elisabeth, Richard Strauß und Arnold Schönberg wurden gesungen und gespielt. Rilke und Tolstoi wurden vorgelesen, ein Strindberg-Drama gespielt. Kunstausstellungen fanden statt und Wassily Kandinsky hielt einen Vortrag... Die Braunschweiger reagierten heftig in Zeitungen und Leserbriefen.

Die Aufführung spiegelt die Entwicklung im Krieg, in den revolutionären Monaten und in den frühen Zwanzigerjahren: das kulturelle Braunschweig auf dem Weg vom Herzogtum zum Freistaat.

Die Mitwirkenden
Schauspiel und Gesang: Friederike Kannenberg, Kathrin Reinhardt, Jürgen Beck-Rebholz, Gilbert Holzgang
Dramaturgie, Regie, Ausstattung: Gilbert Holzgang

Die Termine
26. Oktober bis 7. November

Eine Produktion von
Theater Zeitraum Braunschweig
www.theater-zeitraum.de

Gefördert durch das Dezernat für Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Vom Herzogtum zum Freistaat - Braunschweigs Weg in die Demokratie (1916 - 1923)"

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Flyer Seite 1
Flyer Seite 2  

 
 
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